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sorbische Ostereier Batiktechnik

Wachsreserve- oder Batiktechnik

Die Batiktechnik der sorbischen Ostereier, auch Wachsreservetechnik genannt, ist eine der zeitaufwändigsten Wachsmaltechnik. In mehreren Durchgängen werden Muster und Symbole mit Wachs auf das Ei getupft. Zwischen dem Wachsen muss das Osterei immer wieder in verschiedenen Farbbädern getaucht werden und trocknen. Erst so entstehen diese unverwechselbaren Ostereier nach sorbischer Art.

Es ist viel Geduld gefragt, denn das Verzieren mit dieser Wachsbatik dauert mehrere Stunden.

Sie benötigen

eine größere Kartoffel oder ein Glas mit Sand
eine Kerze und ein alter Löffel
gekochte Eier
Bienen- oder Kerzenwachs
Stecknadel mit Kunststoffkopf
Holzstäbchen oder Stift
mehrere Ostereierfarben und Becher für die Farben
in Muster geschnittene Federn

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Anleitung

Schritt 1
Sie gehen anfänglich genauso vor, wie bei der einfarbigen Wachstechnik. Die Kartoffel halbieren und mit der glatten Seite auf den Tisch stellen. Den Löffel um 90 Grad biegen, so dass Kerzen- oder Bienenwachs in den Löffel gegeben werden kann. Löffel mit dem Stiel in die Kartoffel oder in das Glas mit Sand stechen. Unter den Löffel die Kerze stellen, damit das Wachs erhitzt wird.

Die Stecknadel in den Stift oder in das Holzstäbchen stecken. Federspitzen in Muster schneiden. Hier eignen sich am besten Taubenfedern, da diese nicht so leicht verbrennen wie Gänsefedern. Allgemein verbreitet sind Muster wie Dreiecke, Rhomben, Pfeile.

Schritt 2
Die Eier hart kochen. Sollen die Eier eher als Dekoration dienen und nicht gegessen werden, kochen Sie die Eier mindestens 30 Minuten. Nach dem Kochen können Sie die Eier schon mit der ersten, der hellsten Ostereierfarbe, färben. Alternativ kann man auch direkt auf das ungefärbte Ei die ersten Wachsmuster auftragen. Tipp: Auf weißen Eiern kommen Muster und Farbe besser zur Geltung, als auf braunen Eiern.

Schritt 3
Nun kann man schon mit den ersten Mustern und Symbolen das sorbische Osterei verzieren. Den Kopf der Nadel in das heiße Wachs tauchen und Ornamente, wie Punkte oder Striche, auf das Ei bringen. Das Wachs wird auf der Eierschale sofort fest, hier ist eine ruhige Hand gefragt. Denn dort wo das Wachs drauf ist, auch falsch getupft wurde, nimmt das Ei keine Eierfarbe mehr an.

Nach den ersten Verzierungen legt man das Ei in die nächst dunklere Farbe. Um noch mehr Muster in verschiedenen Farben auf das Ei zu bringen, kann man das Verzieren und Färben mehrmals wiederholen, siehe Foto.

Schritt 4
Das Osterei muss jetzt noch etwa eine Stunde trocknen. Erst dann kann es vom Wachs befreit werden, damit die Muster sichtbar gemacht werden. Das Ei neben der Flamme der Kerze langsam drehen und mit einem Zellstoff das Wachs nach und nach abwischen. Hält man das Ei direkt über die Flamme, können Rußspuren am Ei verbleiben. Mit dem Entfernen des Wachses erhält das Ei einen schönen Glanz. Das mit etwas Öl oder Speck eingeriebene Ei erhält einen noch schöneren Glanz.

sorbische Ostereier

jedes Ei ein Unikat

weitere Wachstechniken

Bossiertechnik
bunte Wachse verschönern das Osterei

einfarbige Wachsbatik
nicht so zeitaufwendig wie die oben beschriebene mehrfarbige Wachsreservetechnik


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