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Das tägliche Leben im Spreewald

Auch vor dem Spreewald macht das Moderne keinen Halt. Mit dem Anlegen des Straßennetzes verschwand der spreewaldtypische Kahn als Verkehrsmittel aus der Spreewaldlandschaft. Selten hat man das Glück, wirklich noch einen Bauern mit dem Kahn bei dem Transport von Heu, Gurken oder Vieh zu beobachten. In Lehde und Leipe jedoch könnte Ihnen so ein Privatkahn am ehesten vor die Linse fahren.

Arbeiten mit dem Kahn

Früher prägte das bäuerliche Leben das Landschaftsbild. Gras, Heu, die Gemüseernte und das Vieh wurden mit dem Kahn transportiert. Der Fischerkahn ist der kleinste unter den Kähnen. Für die Beförderung von Vieh war der "Ochsenkahn" der idealste und größte Kahn.

Heute dient der Kahn hauptsächlich zur Touristenbeförderung. Im Spreewaldort Lehde bei Lübbenau ist sogar die Postfrau und die Müllabfuhr auf dem Wasser unterwegs, außer in den Wintermonaten. Auch die Ernte wird von einigen Bauern noch immer mit dem Kahn heimgefahren; wenn auch nicht mehr so ausschließlich, wie vor einigen Jahren. Der Kahn ist also auch jetzt noch im Spreewald unentbehrlich.

Zur Arbeit wird meinens Wissens nach nicht mehr mit dem Kahn gefahren. Denn die meisten Arbeitsstellen befinden sich in den größeren Städten, wohin man mit dem Auto oder Bus ja besser kommt.

Post per Kahn

Frau Jutta Pudenz, Deutschlands berühmte Kahnzustellerin, trug die Post im denkmalgeschütztem Ort Lehde seit 21 Jahren von April bis Oktober per Spreewaldkahn aus. Rund 90 Kilometer lang war ihre Tour täglich auf den Fließen. Rund 1100 km kommen so am Saisonende zusammen. Etwa 80 Haushalte belieferte Sie mit Briefen und Päckchen per Kahn. Frau Pudenz und Ihr Postkahn waren ein beliebtes Fotomotiv für Gäste des Spreewaldes. Im Oktober 2011 war Ihre letzte Fahrt mit dem Postkahn. Frau Pudenz ging in ihren verdienten Ruhestand. Nachfolgerin ist nun Kahnpostfrau Andrea Bunar, die selbst sagt: "Ich habe meinen Traumjob gefunden".

Wohnen im Spreewaldhaus

Wer das Glück hat, ein typisches Spreewaldhaus zu bewohnen, trägt auch jede Menge Verantwortung für das meist denkmalgeschützte Blockbohlenhaus mit dem Reetdach. Immer wieder gibt es was an Ihnen zu tun. Das Reet muß festgeklopft, wieder aufgefüllt, die Oberfläche von Moos und Flechten gereinigt werden.

Was einst billig vor der Haustür wuchs, muß heute teuer eingekauft werden. Rund 30 000 Euro kostet die Neueindeckung eines Wohnhauses. Private Denkmalbesitzer können bei der Denkmalpflege Förderungen beantragen. Doch die Mittel sind beschränkt. Und so können in ganz Brandenburg gerade mal 15 Dächer pro Jahr gefördert werden.

Nach 1900 wurden immer mehr Häuser aus Stein nach städtischem Vorbild gebaut. Typische Spreewaldhäuser sieht man in Leipe, Lehde und Burg. Burg ist die größte Streusiedlung Deutschlands. Circa 650 Hofstellen gab es hier einst. Für die Burger Streusiedlung wurde im Jahr 2003 sogar eine Planungsfibel fertiggestellt. Sie enthält bauliche und landschaftliche Entwicklungsvorschläge, sowie rechtliche Vorgaben zum Bau und Erhalt einer typischen Hofanlage.


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