Foto: Spreewald-Info.de
Fischvielfalt im Spreewald
ein Paradies für Naturfreunde und Angler
Der Spreewald, ein UNESCO-Biosphärenreservat in Brandenburg, ist weit mehr als nur ein Labyrinth aus Fließen und Kähnen. Die Region ist auch ein echtes Eldorado für Fischliebhaber – mit einer beeindruckenden Vielfalt an Arten, die sich in den klaren, langsam fließenden Gewässern besonders wohlfühlen.
Warum die Fischerei hier so wichtig ist
Im Spreewald hat die Fischerei eine lange Geschichte. Früher war sie für die Ernährung und den Handel der lokalen Bevölkerung unverzichtbar. Heute trägt sie dazu bei, Traditionen zu bewahren und nachhaltigen Tourismus zu fördern. Du entdeckst hier also nicht nur Natur, sondern auch gelebte Kultur.
Welche Fische du im Spreewald findest
Wenn du angeln oder einfach nur beobachten willst: Im Spreewald leben zahlreiche Fischarten – von Hecht, Zander und Aal bis hin zu Schleie, Karpfen, Barsch, Quappe oder Wels. Die Gewässer sind abwechslungsreich und bieten dir als Angler oder Naturfan jede Menge zu entdecken.
Ob für den nächsten Angelausflug oder einfach als Naturbeobachtung – die Fischvielfalt des Spreewalds ist definitiv einen Blick wert.
Aal (Anguilla anguilla)
Der Aal, ein faszinierender Bewohner des Spreewalds, ist bekannt für seine lange Wanderung zum Laichen in die Sargassosee. Mit seinem schlangenartigen Körper ist der Aal an das Leben in den langsam fließenden Gewässern und den schlammigen Böden des Spreewalds perfekt angepasst.
Gattung: Raubfische
Lebensraum: Bäche, Seen, Teiche mit weichem, schlammigen Grund
Größe: 60 bis 120 cm
Gewicht: ca. bis 6 kg
Fangzeit: Frühjahr – Herbst
Köder: Tauwürmer, Köderfische, Innereien (Leber, Hühnerherz)
Aland (Leuciscus idus)
Der Aland, auch als Orfe bekannt, ist ein silbrig glänzender Fisch, der oft in Schwärmen lebt. Er bevorzugt die ruhigeren, pflanzenreichen Fließe und ernährt sich von Insekten, Pflanzen und kleineren Fischen. Der Aland ist aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit in den Gewässern des Spreewalds weit verbreitet.
Gattung: Friedfisch
Lebensraum: langsam fließenden Flussabschnitte
Größe: 30 – 40 cm
Gewicht: ca. bis 4 kg
Fangzeit: März und April, Juni bis September
Köder: Rotwürmer, Maden, Pinkies, Mais
Flussbarbe (Barbus barbus)
Die Flussbarbe ist leicht an ihren markanten Barteln und der stromlinienförmigen Gestalt zu erkennen. Sie hält sich bevorzugt in den kiesigen, sauerstoffreichen Bereichen der Fließe auf und ernährt sich von kleinen Wirbellosen, die sie im Flussbett findet. Die Flussbarbe spielt eine wichtige Rolle im Nahrungsnetz des Spreewalds.
Gattung: Friedfisch
Lebensraum: Fließgewässer
Größe: 30 – 100 cm
Gewicht: ca. bis 10 kg
Fangzeit: Januar und Februar, August bis Dezember
Köder: Käseköder (Gauda), Maden, Mais
Hecht (Esox lucius)
Der Hecht ist einer der bekanntesten Raubfische im Spreewald. Mit seiner schlanken, torpedoförmigen Gestalt und den scharfen Zähnen ist er ein effizienter Jäger.
Gattung: Raubfische
Lebensraum: bevorzugt flache Ufergebiete in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit pflanzenreichem Ufer und klarem Wasser
Größe: 40 – 100 cm
Gewicht: ca. bis 32 kg
Fangzeit: zu jeder Jahreszeit
Köder: Köderfische, Kunstköder
Karpfen (Cyprinus carpio)
Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen
Der Karpfen ist eine weitere häufig vorkommende Fischart. Er bevorzugt die ruhigeren, pflanzenreichen Bereiche der Fließe und Teiche.
Gattung: Friedfisch
Lebensraum: warme, stehende, flache oder langsam fließende Gewässer mit reichem Pflanzenbewuchs
Größe: 40 – 60 cm
Gewicht: ca. bis 28 kg
Fangzeit: Juli bis September
Köder: Boilies, Maden, Mais, gekochte Kartoffeln, Würmer, Kichererbsen
Rapfen (Aspius aspius)
Der Rapfen, auch Schied genannt, ist ein agiler und kräftiger Raubfisch. Mit seiner stromlinienförmigen Gestalt und den kräftigen Flossen jagt er aktiv kleinere Fische in den Flüssen und Kanälen des Spreewalds. Der Rapfen ist besonders bei Sportanglern beliebt, da er für seine Kampfeslust bekannt ist.
Gattung: Friedfisch
Lebensraum: strömungsreichen Flüsse, Brackwaser
Größe: 50 – 80 cm
Gewicht: ca. bis 15 kg
Fangzeit: Juni bis September
Köder: Boilies, Würmer, Maden, Mais, Teig, Brot
Schleie (Tinca tinca)
Die Schleie, auch als "Schlammling" bekannt, zeichnet sich durch ihre grünlich-goldene Färbung und die kleinen Barteln am Maul aus. Sie bevorzugt die langsam fließenden und stark bewachsenen Gewässer des Spreewalds, wo sie sich von Pflanzen, Würmern und kleinen Wirbellosen ernährt. Die Schleie gilt als besonders anpassungsfähig und widerstandsfähig.
Gattung: Friedfisch
Lebensraum: stark bewachsene Stellen in stehenden oder langsam fließenden Gewässern, liebt dichen Pflanzenbewuchs und Schlammgrund
Größe: 30 – 50 cm
Gewicht: ca. bis 6 kg
Fangzeit: Juni bis September
Köder: Boilies, Würmer, Maden, Mais, Teig, Brot
Wels (Silurus glanis)
Europäischer Wels
Der Wels, Europas größter Süßwasserfisch, ist ein beeindruckender Bewohner der Spreewaldgewässer. Mit seinem massiven Körper und den charakteristischen Barteln am Maul ist der Wels ein gefürchteter Raubfisch. Er bevorzugt tiefere Wasserzonen und jagt vor allem nachts, wobei er eine Vielzahl von Beutetieren, darunter Fische, Frösche und sogar Wasservögel, erbeutet.
Gattung: Raubfische
Lebensraum: ruhige, warme Seen und Flüsse (bis über 20°C), weicher, schlammiger Grund
Größe: 100 – 150 cm
Gewicht: ca. bis 50 kg
Fangzeit: Mai bis Oktober
Köder: Köderfische, Gummifische, Blinker, Spinner
Zander (Sander lucioperca)
Dieser Raubfisch ist für sein feines, weißes Fleisch bekannt und wird von Anglern sehr geschätzt. Er hält sich oft in den tieferen Bereichen der Gewässer auf.
Gattung: Raubfische
Lebensraum: tiefe Flüsse, Seen, Altwasser mit festem Grund
Größe: 40 – 60 cm
Gewicht: ca. bis 18 kg
Fangzeit: Mai bis Oktober
Köder: Gummifische, Blinker