Foto: Spreewald-Info.de
Angeln im Spreewald
was du wissen solltest
Die Wasserlandschaft im Biosphärenreservat Spreewald ist ein Paradies für Angler: Hier findest du Aal, Zander, Hecht, Karpfen, Wels, Schleie, Quappe und viele andere Fischarten. Die Fließe mit ihrer ruhigen Strömung – rund 70 km entlang der Spree – bieten ideale Bedingungen zum Angeln. Für Weißfische wie Aland oder Plötze reicht oft Teig oder Wurm. Du willst lieber die großen Fische an den Haken bekommen? Dann warten Zander, Hecht oder sogar Wels auf dich – vorausgesetzt, du hast den passenden Schein.
Ohne Fischereischein darfst du nur Friedfische angeln. Raubfische wie Aal, Hecht, Zander oder Wels sind für dich dann tabu.
Wenn du keinen Fischereischein hast, brauchst du eine Angelkarte für Gäste. Diesen bekommst du bei verschiedenen Ausgabestellen – achte darauf, wo er gültig ist. Nicht alle Spreewaldgewässer sind damit beangelbar.
Wichtig: Beachte bitte die Regeln der Biosphärenreservatsverwaltung. Das bedeutet unter anderem: kein Nachtangeln in Schutzzonen, Respekt gegenüber Sperrbereichen und Schonzeiten einhalten. Nur so bleibt der Spreewald auch für kommende Generationen ein Angelrevier mit Zukunft.
Angelgewässer im Spreewald
mit dem Boot ans Ziel
Viele der beliebtesten Angelstellen im Spreewald erreichst du nicht zu Fuß – sie liegen versteckt mitten im Labyrinth der Fließe. Mit einem Paddelboot bist du hier klar im Vorteil: Du gelangst ganz entspannt zu ruhigen Angelplätzen, die dir sonst verborgen bleiben würden.
Wo du im Oberspreewald oder Unterspreewald genau angeln darfst, erfährst du online beim DAV Kreisanglerverband Lübben e.V. oder direkt über den Landesanglerverband Brandenburg e.V.. Dort findest du auch Infos zu den Angelkarten und zu den jeweils gültigen Regelungen.
Verhaltensregeln für Angler im Spreewald
Damit das Angeln im Spreewald für alle naturverträglich bleibt, gelten einige verbindliche Regeln. Danke für dein Verständnis und deine Rücksichtnahme.
Angelzeiten: Geangelt werden darf eine Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang.
Nachtangeln ist grundsätzlich verboten – es sei denn, bestimmte Strecken wurden dafür freigegeben. Infos dazu bekommst du beim zuständigen Angelverband.
Einseitig beangelbare Gewässer: Vom Kahn aus darfst du über die gesamte Breite angeln.
Sperrstrecken: Gewässer mit einem rot-weiß-roten Schild dürfen auch mit Muskelkraft betriebenen Booten nicht befahren werden – also auch nicht mit Kähnen oder Paddelbooten.
Motorisierte Boote sind nur auf klar gekennzeichneten Strecken erlaubt.
Uferbereiche: Bitte achte darauf, naturnahe Ufer nicht zu beschädigen oder zu beeinträchtigen.
Veranstaltungen: Organisierte Angelwettbewerbe müssen von der Unteren Fischereibehörde genehmigt werden. In Naturschutzgebieten brauchst du zusätzlich die Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde.
So kannst du deine Angeltour genießen – und gleichzeitig den Spreewald als geschütztes Naturparadies respektvoll behandeln.