Paddler in Lübben im 2er Kajak

Foto: Spreewald Info

Kajak Fahrschule

Kajakfahren ist mehr als nur Abenteuer auf dem Wasser – es ist auch eine sportliche Bewegung, die mit der richtigen Technik leichter, flüssiger und gesünder wird. Je besser du dein Paddel führst, desto entspannter kommst du voran – und desto länger kannst du den Moment genießen, ohne dich zu verkrampfen.

Wenn du mit einem Doppelpaddel unterwegs bist, wirst du merken: Die Paddelblätter sind leicht gegeneinander verdreht. Bei den meisten – den sogenannten rechtsgedrehten – greifst du mit der rechten Hand den Schaft fest. So kannst du das rechte Blatt senkrecht ins Wasser tauchen. Die linke Hand bleibt locker und lässt das Paddel nach dem Schlag mitdrehen. Danach setzt du das linke Blatt ein – und das Spiel beginnt von vorn. Bei linksgedrehten Paddeln läuft das Ganze natürlich andersherum.

Auch dein Sitz im Kajak ist wichtig. Stell die Fußstützen so ein, dass du bequem, aber stabil sitzt – mit gutem Kontakt zwischen Oberschenkeln und Boot. Wenn dein Kajak eine Steueranlage hat, achte darauf, dass deine Beine leicht angewinkelt bleiben und du genug Spielraum hast, um die Pedale zu drücken, ohne dich dabei zu strecken.

Klingt nach viel? Ist es nicht. Mit ein paar Versuchen bekommst du schnell ein gutes Gefühl dafür – und dann paddelst du nicht nur sportlich, sondern auch mit Leichtigkeit.

Paddler in Schlepzig auf dem Freifließ

Einsteigen in das Kajak

Bevor du einsteigst, richte dein Kanu parallel zum Ufer oder Steg aus. Wenn Strömung im Spiel ist, sollte die Bugspitze – also die Vorderseite des Boots – immer stromaufwärts zeigen. So liegt das Boot ruhiger und kippt nicht so leicht.

Zum stabilen Einsteigen hilft dir die sogenannte „Paddelbrücke“: Lege dein Paddel flach über den Bootsrand und das Ufer oder den Steg. Mit einer Hand greifst du gleichzeitig den Rand des Kanus und das Paddel, mit der anderen Hand drückst du das Paddel gegen den Boden oder Steg. So hast du einen festen Punkt zum Abstützen.

Dann verlagerst du vorsichtig dein Gewicht über das Paddel und setzt zuerst den Fuß ins Boot, der näher dran ist. Sobald du drin bist, setz dich möglichst direkt auf den Sitz – im Kajak am besten einfach nach hinten rutschen. Je schneller du einen niedrigen Schwerpunkt einnimmst, desto stabiler liegt das Boot im Wasser.

Spreewald Info Kajak Fahrschule: Einsteigen in das Boot

Die richtige Griffbreite

Bevor du ins Wasser gehst, nimm dir einen Moment Zeit, um die richtige Griffbreite für dein Doppelpaddel einzustellen. Der einfachste Trick: Leg das Paddel quer über deinen Kopf und greif es mit beiden Händen. Wenn deine Unterarme dabei leicht nach unten zeigen und der Winkel etwas kleiner als 90 Grad ist, passt’s. So bleiben deine Arme locker, deine Schultern entspannt – und du paddelst effizient, ohne dich zu verkrampfen.

Ein zu breiter Griff zwingt dich in eine unnatürliche Haltung – das kostet Kraft und geht auf die Muskeln. Greifst du zu eng, wird’s ungenau und anstrengend, weil du zu viel Bewegung mit zu wenig Hebel machen musst.

Mit der passenden Griffbreite kannst du länger, ruhiger und kontrollierter paddeln. Und gerade bei längeren Touren macht das einen großen Unterschied – für deine Kraft, deinen Rücken und den Spaß unterwegs.

Mach dir am besten zur Gewohnheit, den Griff kurz zu überprüfen, bevor du lospaddelst. Das dauert keine 10 Sekunden – spart dir aber später viel Energie.

Spreewald Info Kajak Fahrschule: Paddelhaltung Doppelpaddel

Grundschlag und Treibschlag

Für einen guten Grundschlag ist deine Körperhaltung das A und O. Lehn dich leicht nach vorn, halte den Rücken stabil – und setz das Paddel möglichst weit vorn ein, dicht an der Bootswand. Deine Zughand zieht das Blatt dann parallel am Boot entlang nach hinten, während die Druckhand gleichzeitig das zweite Blatt in der Luft nach vorn führt.

Wichtig: Diese Bewegung kommt nicht nur aus den Armen. Wenn du deinen Oberkörper leicht mitdrehst – mit gestrecktem Zugarm – nutzt du mehr Kraft aus dem Rumpf und entlastest deine Schultern. So paddelst du nicht nur effektiver, sondern auch gesünder.

Das Paddelblatt sollte knapp hinter deinem Sitz enden – dort beendest du den Schlag. Dann wechselst du die Seite, um die Richtung zu halten und das Boot geradeaus laufen zu lassen.

Achte darauf, dass dein Bewegungsablauf rund bleibt. Kein Haken, kein Ruckeln – einfach fließend durchziehen. Mit der Zeit geht dir das in Fleisch und Blut über, und du wirst merken: Du brauchst weniger Kraft, kommst aber entspannter und gleichmäßiger voran.

Gerade bei längeren Touren macht das den Unterschied – zwischen „noch zehn Schläge“ und „gern noch eine Stunde“.

Spreewald Info Kajak Fahrschule: Grund- und Treibschlag

Richtungswechsel & Steuer

Wenn du beim Paddeln auf einer Seite kräftiger ziehst, dreht sich die Spitze deines Boots automatisch in die entgegengesetzte Richtung. Ein starker Schlag links – und das Kajak dreht nach rechts. Ein kräftiger Schlag rechts – und es geht nach links. So kannst du dein Boot auch ohne Steueranlage gut auf Kurs halten, besonders bei kleineren Kurskorrekturen.

Wenn du aber eine deutlichere Richtungsänderung brauchst, hilft dir der Bogenschlag – er sorgt dafür, dass du dein Kajak gezielt drehen kannst, ohne viel Schwung zu verlieren.

Fährst du mit Steueranlage, denk daran: Vor dem Anlegen und Ablegen solltest du das Steuer rechtzeitig einklappen. Sonst kann es sich verbiegen oder beschädigt werden – besonders, wenn der Boden flach ist oder du am Steg anstößt. Ein kurzer Griff zur Steuerleine reicht – und du schützt nicht nur das Material, sondern machst dir das Handling leichter.

Ein funktionierendes Steuer ist bei Wind, Strömung oder langen Touren eine echte Hilfe – aber nur, wenn es intakt ist. Achte also gut darauf, und dein Kajak wird dir lange zuverlässig dienen.

Spreewald Info Kajak Fahrschule: Steuern
Boote am Bootshaus Leineweber in Burg Spreewald. Blaue, grüne und rote Kajaks liegen im Wasser. Befestigt sind die Boote am Steg.

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