Foto: Spreewald Info
Ortsteile von Lübben
Die Stadt Lübben (Lubin) ist nicht nur durch ihre zentrale Rolle im Spreewald und ihre historische Altstadt bekannt, sondern auch durch ihre sieben Ortsteile, die jeweils eigene Facetten der Region präsentieren.
Hartmannsdorf und Treppendorf zeigen mit ihren Feldgehölzen und Dorfkirchen das ländliche Erbe, während Neuendorf und Radensdorf am Rande des Baruther Urstromtals Auenlandschaften erlebbar machen. Steinkirchen und Lubolz bewahren alte Dorfstrukturen und Streuobstwiesen, und das ortsteilfreie Kerngebiet mit Börnichen verbindet urbanes Flair mit grünen Erholungsräumen.
Von Kopfweiden über historische Fachwerkhäuser bis zu den ruhigen Fließen – jeder Ortsteil erzählt eigene Geschichten von Sorben, Kolonisten und Teichwirtschaft. Begleite uns zu Entdeckungstouren durch Hartmannsdorf, Treppendorf, Lubolz, Neuendorf, Radensdorf, Steinkirchen und das Herzstück Lübben und erfahre, wo du regionale Tradition, Kultur und Natur am besten erlebst.
Hartmannsdorf
Hartmannsdorf, sorbisch Hartmanojce, wurde 1297 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Ort besticht durch seine Nähe zur Natur. Die rote Brücke, ein Eisenbahnviadukt über die Spree, ist das bekannteste Bauwerk in diesem Ortsteil.
Lubolz
Lubolz, sorbisch Lubolce, wurde 1345 erstmals urkundlich erwähnt.
In Lubolz findet man vieles doppelt. Dies geht auf die Vergangenheit zurück, als Klein Lubolz zum Kreis Lübben und Groß Lubolz zum Kreis Luckau gehörte. Der sogenannte Kabelgraben bildete die Grenze, die einst Klein Lubolz zu Preußen und Groß Lubolz zu Sachsen zuordnete. Daher gibt es in Lubolz zwei Friedhöfe und zwei Denkmäler für die Opfer beider Weltkriege.
Die 300 Jahre alte Dorfkirche, die von 1692 bis 1694 als Fachwerkbau errichtet wurde, ist besonders bemerkenswert. Hervorzuheben ist die rundbogige Tür mit einem handgeschmiedeten Aufsatzschloss, das auf das Jahr 1694 datiert ist.
Neuendorf
Neuendorf, sorbisch Nowa Wjas, ist der kleinste Ortsteil der Kreisstadt Lübben und wurde 1473 erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins 19. Jahrhundert war es ein rein sorbisches/wendisches Dorf, das zum Wilhelmiter-Kloster gehörte, welches 1497 auf dem heutigen sogenannten Frauenberg gegründet wurde. Sowohl das Kloster als auch Neuendorf wechselten häufig den Besitzer.
In jüngerer Zeit haben sich die Einwohner verstärkt der Betreuung von Feriengästen gewidmet. Zahlreiche Unterkünfte sind hier entstanden.
Radensdorf
Radensdorf, sorbisch Radom, wurde 1552 im Zusammenhang mit einem Heinrich von Radamstdorff im Urkundenbuch der Stadt Lübben erwähnt.
Wer nach Radensdorf kommt, sollte unbedingt die beiden Mühlsteine an der Landstraße beachten. Diese Steine sind die letzten Überbleibsel der alten Bockwindmühlen, die einst nahe dem Friedhof von Radensdorf standen. Eine dieser Mühlen nahm ihren Betrieb im Jahr 1844 auf und wurde 1968 aufgrund schwerer Schäden abgerissen.
Steinkirchen
Steinkirchen, sorbisch Kamjena, wurde 1396 erstmals urkundlich erwähnt.
Die Pankratiuskirche wurde um 1240 südlich der Burg Lübben errichtet. Sie ist eine der ältesten Kirchen.
Das Herrenhaus Neuhaus, im klassizistischen Biedermeierstil erbaut, war von 1821 bis zu seinem Tod im Jahr 1845 die Residenz von Christoph Ernst Freiherr von Houwald (1778-1845).
Der Burglehn ist ein Burgwall, der vermutlich in der altslawischen Zeit zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert errichtet wurde. Seit 1887 befindet sich auf dem Gelände eine Gaststätte.
Treppendorf
Treppendorf, sorbisch Rańchow, wurde 1419 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes Treppendorf leitet sich vermutlich von den Trappen ab, einer Kranichart, die in der Umgebung einst zahlreich vorkam. Aus dem ursprünglichen „Trappendorf“ wurde im Laufe der Zeit Treppendorf.
Das große Interesse der Touristen an der Stadt Lübben im Spreewald kommt auch den Pensionen, dem Hotel und der Gaststätte in Treppendorf zugute.