Foto: Spreewald Info
Der Schleusengroschen im Spreewald
Seine Bedeutung und Herkunft
Auf deiner Kanutour durch den Spreewald wirst du früher oder später vor einer Schleuse stehen. Das ist ganz normal – denn zwischen den vielen Fließen gibt es oft kleine Höhenunterschiede. Viele dieser Schleusen kannst du selbst bedienen, sie funktionieren im Selbstbedienungsmodus. Trotzdem empfehlen wir dir, dein Boot – wenn möglich – kurz umzusetzen. Das spart Zeit und schont Nerven, vor allem bei viel Betrieb.
In der Ferienzeit oder am Wochenende triffst du an einigen Schleusen oft auf Kinder oder Jugendliche, die dir gern helfen. Sie zeigen dir, wie die Schleuse funktioniert, öffnen die Tore – und sagen dabei meist ein kleines Sprüchlein auf. Das ist im Spreewald Tradition und gehört einfach dazu. Die jungen Helfer bessern sich so ihr Taschengeld auf.
Wenn du durch bist, bedankst du dich mit einem kleinen Schleusengroschen – das ist natürlich freiwillig, aber gern gesehen. Zwischen 50 Cent und 1 Euro pro Boot ist ein fairer Richtwert. Und du kannst sicher sein: Mit einem Lächeln und einer kleinen Geste trägst du zum Erhalt dieser Tradtion im Spreewalds bei – ganz ohne großen Aufwand.
Der Schleusenspruch
Schleusenwärter groß und klein,
wir lassen Sie in die Schleuse rein.
Wir lassen Sie auch wieder raus,
und wir hoffen, Sie geben einen aus.
Ist uns´re Arbeit dann getan,
recht gute Fahrt im Spreewaldkahn.
Wird weniger gegeben als vermutet,
wird der Kahn sofort geflutet!