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Libelle am Fließ in Burg Spreewald

Biosphärenreservat Spreewald

Die Reiseregion Spreewald befindet sich zwischen Dresden und Berlin, zentral im Bundesland Brandenburg. Über die Autobahnen A13 und A15 ist der Spreewald gut mit dem Auto zu erreichen. Zugreisende fahren mit der Regionalbahn RE2 der ODEG und nutzen die Haltestellen in Lübben, Lübbenau, Vetschau und Cottbus. Die Züge verkehren tagsüber stündlich.

Kurzurlaub - Familienurlaub
Um den Spreewald aktiv, zum Beispiel Radfahren, Paddeltouren oder wandern, zu erkunden, sollte man Zeit einplanen. Mit einer Fläche von rund 475 km² und circa 1.575 Kilometer Fließgewässern bietet das Biosphärenreservat Spreewald viele Freizeitangebote.

Was ist ein Biosphärenreservat?

Biosphärenreservat  setzt sich zusammen aus „Biosphäre“ (Lebensraum) und „Reservat“ (von reservare = bewahren). Im Wesentlichen geht es darum, besonders schützenswerte Lebensräume zu bewahren. Kulturlandschaften, die aufgrund ihrer einzigartigen Flora und Fauna besonders schützenwert sind und damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Ökosysteme und genetischen Vielfalt leisten, können als Biosphärenreservat ausgezeichnet werden.

Im Jahr 1991 wurde die Region Spreewald durch die UNESCO offiziell als Biosphärenreservat Spreewald anerkannt.

Tier- und Pflanzenwelt

Frösche beim Laichkonzert in Leipe
Frösche beim Laichkonzert in Leipe

Anderswo bereits selten gewordene Sumpfpflanzen finden hier im Spreewald ideale Bedingungen für ihren Fortbestand. Leuchtend gelbe Sumpfdotterblumen (im Spreewald Lokoschen genannt) blühen bereits ab April an den Rändern der Fließe. Ab Mitte April kehren die Störche aus dem Süden zurück in den Spreewald. In einigen Fließen schwimmen Teppiche aus Seerosen. Bunt schillernde Libellen begleiten den Paddler auf seinen Touren.

Tief fliegende Schwalben nisten unter Dachvorsprüngen und Brücken. Konzerttöne des Froschorchesters entlang der Radwege zwischen den Fließen... und horch! Ein Soloquaker. Für den scheuen Fischotter und dem kobaltblauen Eisvogel bietet der Spreewald viel Schutz und Nahrung. Ganz in der Ferne hört man den Buntspecht klopfen.

Rund 8.000 Tier- und Pflanzenarten sind im Spreewald heimisch – ein echtes Naturerlebnis und Entdeckerparadies.

Schutzzonen

Das Gesamtgebiet des Biosphärenreservats ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, in das 23 Naturschutzgebiete (NSG) und 7 Kernzonen eingebettet sind.

Schutzzone I - Kernzone
Die Kernzone schützt die Teilbereiche des Spreewaldes, in denen weitgehend noch Natur pur zu finden ist. Sie nimmt 2,1 Prozent des Biosphärenreservates - in erster Linie naturnahe Waldbestände - ein. Hier werden die Ökosysteme ihrer natürlichen Dynamik überlassen. Die als Totalreservate ausgewiesenen Naturschutzgebiete dürfen nur zu Forschungszwecken, aufgrund besonderer Rechte und von Behörden betreten werden.

Schutzzone II - Pflegezone
Die Pflegezone umfasst auf 18 Prozent des Biosphärenreservates die charakteristischen Lebensräume der Natur– und Kulturlandschaft Spreewald – vor allem Niederungswälder, Feuchtwiesen, Niedermoore und Fließgewässer. Die Pflegezone ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Durch gezielte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen werden hier – auf der Grundlage des Pflege- und Entwicklungsplanes - Lebensräume und Arten geschützt und entwickelt. Dies erfolgt im Zusammenwirken mit Landnutzern und Flächeneigentümern. In der Biosphärenreservats-Verordnung sind Schutzzweck sowie spezielle Ge- und Verbote geregelt. . Gezielte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sollen hier die landschaftstypische Vielfalt und Förderung der traditionellen Nutzung erhalten sowie die Kernzonen vor Schadeinflüssen abschirmen.

Schutzzone III - Entwicklungszone
Die Entwicklungszone nimmt mit über 80 Prozent den größten Teil des Biosphärenreservats ein. Sie enthält Landschaftsbereiche, in denen eine nachhaltige Wirtschaftsweise das über Jahrhunderte gewachsene Landschaftsbild erhalten hat, das nun durch eine Förderung der traditionellen Nutzungen geschützt werden soll (Schutzzone III, Zone der harmonischen Kulturlandschaft). Im Spreewald wurde die gesamte Entwicklungszone zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Hauptziele von Landschaftsschutzgebieten (LSG) sind die Bewahrung des Landschaftsbildes und die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes. LSG dienen vorrangig der Erholung. Land-, Forst-, Fischereiwirtschaft und Jagd sind im Rahmen der Schutzverordnung ohne wesentliche Einschränkungen möglich.

Schutzzone IV - Regenerierungszone
Teilbereiche der Entwicklungszone wurden in der Vergangenheit durch unsachgemäße, monostrukturierte Bewirtschaftung geschädigt. In der Biosphärenreservatsverordnung wurde sie als zusätzliche Untergliederung der Zonierung des MAB-Programms als Regenerationszone ausgewiesen, in der die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und die typische Lebensraumvielfalt der Kulturlandschaft des Spreewaldes erst wiederhergestellt werden muss.

(Quelle: Biosphärenreservat Spreewald - Haus für Mensch & Natur)

Verhaltensregeln für Wasserwanderer

Wasserwanderrastplätze
Wasserwanderrastplätze

Wer durch das Flußlabyrinth im Spreewald paddelt, sollte folgende Verhaltensregeln beachten:

  • Verlassen Sie Ihr Boot nur an den Wasserwanderrastplätzen, Schleusen oder den befestigten Ausstiegen. Die Uferzonen der Fließe und Seen mit Schilfgürteln und Wasserpflanzen sind "Wohnstuben" von Fischen und Wasservögeln. Stören Sie dort nicht.
  • Der Spreewald braucht seine Nachtruhe. Gehen Sie rechtzeitig "an Land", damit nachtaktive Tiere nicht gestört werden. Das Paddeln ist nur bis eine Stunde nach Sonnenuntergang gestattet. Danach ist die Stunde der Abendsegler und Eulen. Sie können ihnen vor ihrem Zelt zuschauen.
  • Genießen Sie die Stille auf den Fließen – so haben Sie die Chance, Tiere zu beobachten.
  • Einige Fließe führen durch besonders empfindliche Lebensräume und sind deshalb gesperrt.
  • Übrigens, unsere Libellen sind sehr kontaktfreudig. Wer hier ruhig verweilt, den wählen sie sich als Landeplatz. Ein ungefährliches und unvergessliches Erlebnis.
  • Auf die Wassertiefe sollten Sie achten und flache Fließe meiden. Die Gewässersohle ist unter anderem Lebensraum für Muscheln. Diese sind natürliche Filter für die Fließe, denen der Kontakt mit ihrem Boot gar nicht bekommt.
  • Bei Wassermangel kann selbst die Fahrt auf sonst gut passierbaren Fließen eingeschränkt sein. Nutzen Sie dann die Spree, die genug Tiefe bietet.
  • Deshalb noch eine Bitte:
    Der Spreewald geht durch trockene Zeiten. Die natürliche Abflussmenge reicht im Sommer nicht mehr für die vielen Fließe. Nutzen Sie an den Schleusen die Bootsschleppen und Rollen, denn jeder Schleusengang erhöht den Abfluss.
  • Gewähren Sie Kähnen stets die Vorfahrt. Führt Ihre Tour nach Lehde, berücksichtigen Sie bitte das zeitweilige Durchfahrtsverbot für Paddelboote.
  • Gefährlich werden kann es bei starkem Wind auf den Seen im Unterspreewald. Fahren Sie dort sicherheitshalber in Ufernähe.
  • Das Übernachten oder Zelten sowie das Einsetzen der Boote ist nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ebenso das Grillen oder das Entzünden eines Feuers.

(Quelle: Landesumweltamt Brandenburg)

Partner-Initiative Biosphärenreservat Spreewald

Das Ziel der "Partner-Initiative Biosphärenreservat Spreewald" ist es, nachhaltig arbeitende touristische Unternehmen mit der Anerkennung "Partner Biosphärenreservat Spreewald" auszuzeichnen. Durch die Auszeichnung wird der Beitrag zur Verbesserung der Qualität des Naturtourismus im Spreewald gewürdigt.

Ansprechpartner
Biosphärenreservat Spreewald
Haus für Mensch & Natur
Schulstraße 9
03222 Lübbenau / Spreewald
Telefon: 03542 89210

Besucherzentren im Spreewald

Insgesamt 3 Besucherzentren im Spreewald geben Auskunft über die Entstehung und das Leben heute im Biosphärenreservat Spreewald. Jedes Besucherzentrum bietet in einer Multimedia Ausstellung eine andere Sichtweise auf das Biosphärenreservat. So wird der Besuch in allen Informationspunkten nicht langweilig.

Haus für Mensch und Natur in Lübbenau Spreewald

Der Spreewald verzaubert jedes Jahr Millionen Besucher. Viele interessieren sich nicht nur für diese einzigartige Landschaft. Welche Tiere und Pflanze leben dort? Welchen Einfluß hat die Landwirtschaft auf die Artenvielfalt.Welche Auswirkungen haben Hochwasser und Niedrigwasser uf den Spreewald?

Spannende Antworten auf diese und weitere Fragen findet der Interessierte im Besucher im Haus für Mensch und Natur in Lübbenau Spreewald.

Öffnungszeiten
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr
November bis März: Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 15.00 Uhr

Anschrift
Haus für Mensch und Natur Lübbenau
Schulstraße 9
03222 Lübbenau/Spreewald
Telefon: 03542 89210
Telefax: 03542 892140
Naturwacht Telefon: 03542 879168

Schlossberghof in Burg Spreewald

Mit über 600 Einzelhöfen zählt der Kurort Burg (Spreewald) wohl zu den größten Streusiedlngsgebieten in Deutschland. Burg gliedert sich in die Ortsteile Dorf, Kauper und Kolonie. Besucher erhalten spannende Eindrücke von diesem einzigartigen Streusiedlungsgebiet aus der Vogelperspektive im Besucherzentrum Schlossberghof Burg. Auf großformatigen Bildern wird dem Interessierten die Landwirtschaft in der Vergangenheit und Gegenwart näher gebracht. Besonders empfehenswert ist auch die auf dem Außengelände befindliche barrierefreie Natur-Erlebnis-Uhr. Besucher können hier auf das "Sehen" verzichten. Dafür werden die anderen Sinne "Riechen", "Hören", "Tasten" und "Schmecken" umso intensiver angesprochen.

Anschrift
Schlossberghof Burg
Byhleguhrer Straße 17
03096 Burg (Spreewald)
Telefon: 035603 6910
Telefax: 035603 96122
Naturwacht Telefon: 035603 750146

Alte Mühle Schlepzig im Unterspreewald

In unmittelbarer Nähe zum Hafen in Schlepzig gewährt die alte Mühle völlig ungewohnte Einblicke in das Leben im Unterspreewald damals und heute. Vorbei am Ochsenfrosch läuft man durch einen Vorhang. Der überraschte Besucher befindet sich augenscheinlich unter Wasser. Über sich erkennt man einen Spreewaldkahn. Ein großer Hecht schwimmt durch Schwimmblattpflanzen. Wie aus dem nichts erscheinen plötzlich Lebewesen, die in den Spreewaldfließen zu Hause sind.

Anschrift
Alte Mühle Schlepzig
Dorfstraße 52
15910 Schlepzig
Telefon: 035472 276
Telefax: 035472 64899
Naturwacht Telefon: 035472 5230


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