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Foto: Spreewald Info

Pellkartoffeln mit Sahnetunke

Manchmal braucht’s nicht viel, um glücklich zu sein – Pellkartoffeln, ein Klecks Sahne, etwas Leinöl und eine Prise Salz. Genau so wurde früher im Spreewald gegessen. In vielen Familien war das ein typisches Abendessen: schlicht, sättigend und herrlich ehrlich.

Unsere Oma stellte immer eine große Schüssel warmer Pellkartoffeln auf den Tisch, dazu kleine Schälchen mit Tunken – mal Sahne, mal Speck mit Zwiebeln, immer aber Leinöl und Salz. Jeder durfte dippen, mischen, tunken, wie er wollte. Und dazu? Eine Scheibe saure Gurke. Für Opa gab es noch zusätzlich ausgelassene Speckwürfel mit Zwiebeln in einer kleinen Schüssel dazu, alles noch schön warm. Also Pellkartoffeln mit Speckstippe.

Diese Form des Essens ist mehr als Nostalgie. Sie zeigt, wie man mit einfachen Zutaten große Wirkung erzielen kann – und wie gemeinsames Essen verbindet.

Zutaten

Kartoffeln, etwa gleich groß

saure Sahne

Leinöl

Salz

für Opa: Speckwürfel, Zwiebeln, saure Gurken

Zubereitung

Schritt 1 – Kartoffeln kochen

Wähle etwa gleich große Kartoffeln, damit alle Kartoffeln gleichzeitig gar sind. Mit einer Bürste schrubbst du vorsichtig im kalten Wasser die Kartoffeln sauber. Die ungeschälten Kartoffeln legst du dann in einen Topf und füllst diesen mit kaltem Wasser auf, dass alle Kartoffeln vollständig mit Wasser bedeckt sind.

Je nach Größe kochst du die Kartoffeln nun leicht sprudelnd circa 20 bis 35 Minuten.

Mit einer Messerspitze piekst du ab und zu in die Kartoffeln, um den Gargrad zu prüfen. Wenn die Kartoffeln gar sind, nur das heiße Wasser abgießen und die Kartoffeln nicht abschrecken. Durch das Abschrecken mit kaltem Wasser werden die Kartoffeln wässrig.

Tipps:
Perfekte Pellkartoffeln haben eine aufgeplatzte Schale. Das ist aber bei einigen Kartoffelsorten nicht möglich. Und Vorsicht bei mehligen Kartoffeln für Pellkartoffeln. Denn die können zu dem Ende der Garzeit im Topf zerfallen.

Schritt 2 – Die Sahnetunke für die Pellkartoffeln

Die saure Sahne hat Oma mit einem Schneebesen und komplett ohne Gewürze glattgerührt.

Jeder bekam nun seine eigene kleine Schüssel dieser Sahne.

Opa nicht, der hatte ja die leckeren Speckwürfel als Stippe.

Schritt 3 – Anrichten und losdippen

und jetzt dippen oder wie man hier sagt: stippen oder tunken

Ein zweiter Teller war dazu da, um die Pellkartoffeln darauf für sich in mundgerechte Stücke zu teilen.

Und nun wurde drauf los gedippt, gestippt oder wie Oma sagte, getunkt:
- erst in das Salz
- dann in die Leinöltunke
- zum Schluss in die Sahnetunke

Am besten schmeckt es natürlich, wenn die Pellkartoffeln noch richtig warm sind.

Unser Opa aß dazu gern in Scheiben geschnittene saure Gurke.

aus Omas Erzählungen
Früher war es wohl immer so, dass alle Familienmitglieder zusammen am Tisch aus einer großen Schüssel aßen. Sogar Suppe.

Es gibt viele verschiedene Arten der Stippe für Kartoffeln. Ich denke, man sollte die Stippe nach eigenem Geschmack zusammenstellen.

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