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Wissenswertes zum Spreewaldkahn

Wissenswertes zum Spreewaldkahn

Was wäre der Spreewald ohne den Spreewaldkahn. Fast lautlos gleitet er auf den Kanälen durch das Biosphärenreservat. Einst das einzigste Fortbewegungsmittel im Spreewald, dient er heute vorrangig dem "Transport" von Spreewaldgästen. Eine Kahnfahrt im Spreewald gehört bei einem Besuch dieser schönen Landschaft unbedgintg dazu.

Doch immer noch fahren Bauern, gerade in der Gegend um Lehde, mit dem Kahn zum Feld. Der Acker muss bestellt werden und auch die Ernte wird mit dem Kahn nach Hause transportiert.

Postzustellung im Spreewald

Vom Frühjahr bis zum Herbst erfolgt seit über 120 Jahren im Spreewalddorf Lehde bei Lübbenau nach alter Tradition die Postzustellung auf dem Wasserweg. Kahnpostfrau Andrea Bunar beliefert mit dem Postkahn etwa 65 Haushalte im denkmalgeschützten Ort Lehde mit Briefen und Päckchen. Rund 9 Kilometer beträgt ihre tägliche Tour auf den Fließen. Circa 1100 km kommen so am Saisonende zusammen. Sie selbst sagt: "Ich habe meinen Traumjob gefunden". Doch die Postzustellung per Kahn bei Wind und Wetter fällt nicht immer leicht. Bevor Frau Bunar ihre Runde per Kahn in Lehde fährt, stellt sie vormittags noch mit dem Auto in der Lübbenauer Altstadt die Post zu. Wem wundert es da, dass die einzige Kahnzustellerin Deutschlands auch ein begehrtes Fotomotiv ist.

Wie alles begann ...

Der Kahn entstand aus einer Urform, dem Einbaum, der aus einem Stamm mit Hilfe einer Rundaxt, zur Aushölung oder durch Ausbrennen mit Feuer gefertigt wurde. Einbäume waren noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Gebrauch.
Anfang des vorigen Jahrhunderts ging man dazu über, Kähne aus mehreren Längs- und Querbrettern herzustellen. Das erforderte besonderes handwerkliches Geschick und setzte spezialisiertes Können voraus.

Kähne im Großen Hafen Lübbenau

Kähne im Großen Hafen Lübbenau
Kiellose, flache Kahnform

So entstand die heute kiellose, flache Kahnform. Der Spreewaldkahn ist ein flaches Gleitboot, vorn breiter als hinten und so eine Art Landungsboot, mit dem der Bauer vom Fließ "auf die Wiese fährt".

Tipp: Im Freilandmuseum Lehde befindet sich die älteste Kahnbauerei des Spreewaldes.

Viele Gäste, die zum ersten Mal den Spreewald bereisen oder über den Spreewald gelesen haben, staunen über das ungewöhnliche Fortbewegungsmittel Kahn. Wir werden oft gefragt, wie man denn die Ruderstange nennt. An dieser Stelle möchten wir mit einem Augenzwinkern aufklären: Die Ruderstange nennt man Rudel und der Kahn wird gestakt.

Fährmänner dürfen Ihre Gäste nicht einfach so durch die Spreewaldfließe staken. Dafür muß er den Schiffsführerschein der Kategorie E (Personenkähne) ablegen, außerdem eine theoretische und praktische Prüfung für Fährleute und einen Erste-Hilfe-Lehrgang besuchen. Erst dann darf er sich Fährmann nennen... und es gibt auch Fährfrauen.

Wiesenmahd wird eingefahren

Wiesenmahd wird eingefahren

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