Paddeln im Spreewald – Kanu, Kajak & Canadier im Biosphärenreservat
Über 200 Kilometer befahrbare Wasserläufe, kaum Strömung, flaches Land – der Spreewald gehört zu den entspanntesten Paddelrevieren in Deutschland. Das dichte Netz aus Fließen zieht sich durch Wälder und Dörfer, vorbei an alten Holzbrücken und Schleusen, die noch heute mit Muskelkraft bedient werden.
Ob Tagesausflug oder mehrtägige Tour: Die Startpunkte Lübbenau, Lübben und Burg bieten gut ausgebaute Wasserwege mit Einkehrmöglichkeiten direkt am Wasser. Wer es ruhiger mag, findet in Schlepzig, Alt Zauche und Raddusch kaum Touristenbetrieb auf dem Wasser.
Wer mehr Zeit hat: Die Mehrtagestour von Burg bis zum Schwielochsee verbindet Ober- und Unterspreewald auf einer der schönsten Strecken der Region.
Kanu, Kajak oder Canadier – alle Bootsverleihe im Spreewald mit Preisen und Standorten finden Sie hier. Die Tourenübersicht hilft bei der Routenwahl – von der Schnuppertour bis zur Mehrtagesetappe.
Der Spreewald funktioniert für fast jeden Anlass. Wer die Stille sucht, findet sie auf den engeren Fließen im Oberspreewald rund um Burg – dort begegnet man manchmal eine Stunde lang keinem anderen Boot. Wer lieber mit Anschluss paddelt, wählt die Hauptrouten bei Lübbenau, wo Gasthäuser direkt am Wasser anlegen und man spontan pausieren kann.
Mehrtägige Touren sind im Spreewald gut machbar. Wasserwanderrastplätze entlang der Fließe erlauben die Übernachtung im Zelt – mit Lagerfeuer, ohne Hotelbuchung. Wer das nicht braucht: In allen größeren Orten gibt es Pensionen und Hotels, bei denen der eigene Bootssteg oft schon dazugehört.
Für Berliner ist der Spreewald das nächste große Paddelrevier. Mit dem RE2 ab Ostbahnhof dauert die Fahrt nach Lübbenau oder Lübben rund eine Stunde – ohne Stau, ohne Parkplatzsuche. Das macht den Spreewald auch für einen Tagesausflug zur echten Option.
Seit 1991 steht der Spreewald als UNESCO-Biosphärenreservat unter besonderem Schutz. Für Paddler bedeutet das: nicht alle Fließe sind erlaubt, Lärm auf dem Wasser ist verboten, und in Schutzgebieten gilt Anleinpflicht für Hunde. Die Karte mit den freigegebenen Strecken gibt es beim Bootsverleih – wer sich daran hält, hat auf den erlaubten Routen alle Freiheit.
Häufige Fragen zum Paddeln im Spreewald
Brauche ich Vorkenntnisse für eine Kanutour im Spreewald?
Nein. Die Fließe im Spreewald haben kaum Strömung – für Einsteigerstrecken reicht es, noch nie gepaddelt zu haben. Beim Bootsverleih gibt es immer eine kurze Einweisung. Wer zum ersten Mal paddelt, sollte mit einer Strecke von 2–3 Stunden starten und einen stabilen Canadier oder Kajak wählen.
Was kostet ein Kanu oder Canadier im Spreewald?
Ein Canadier für zwei Personen kostet je nach Anbieter und Saison ca. 18–28 Euro für 2 Stunden, ein Kajak ca. 15–22 Euro. Halbtagspreise sind bei den meisten Verleihern möglich. In der Hauptsaison (April/Oktober) empfiehlt sich eine Reservierung am Vortag.
Welche Strecken darf ich im Spreewald befahren?
Nur offiziell freigegebene Wasserwege. Das Biosphärenreservat hat Schutzzonen, die nicht befahren werden dürfen. Beim Bootsverleih vor Ort gibt es Karten, die die freigegebenen Strecken zeigen.
Kann ich mit Kindern im Spreewald paddeln?
Ja, gut geeignet ab ca. 5–6 Jahren. Schwimmwesten für Kinder sind beim Verleih vorhanden. Die Strecke Lübbenau–Lehde–zurück ist besonders familienfreundlich: flach, ruhig, mit einer Einkehrmöglichkeit in Lehde. Für kleinere Kinder sind 2–3 Stunden die richtige Länge.
Wann ist die beste Zeit zum Paddeln im Spreewald?
Mai und Juni sind ideal: frische Natur, wenig Betrieb. Juli und August bieten das größte Verleihangebot, sind aber am stärksten besucht. Im September wird es ruhiger.
Gibt es mehrtägige Paddeltouren im Spreewald?
Ja. Im Spreewald gibt es ausgewiesene Wasserwanderrastplätze für die Übernachtung im Zelt. Mehrtagestouren über 2–3 Tage sind gut machbar – zum Beispiel von Burg bis zum Schwielochsee. Wichtig: Boots-Rückholung und Gepäcktransport vorher mit dem Verleiher klären.















